Yoga ist nicht nur philosophisch eng mit dem Ayurveda verbunden, sondern auch praktisch: Asana ist ebenso integraler Bestandteil der ayurvedischen Praxis wie Pranayama und Meditation. Ayurveda und Yoga beziehen sich auf dieselbe spirituelle Tradition, sie entstammen der gleichen Quelle.

Heute erreichen beide Systeme jedoch auf getrennten Wegen den Westen und haben dabei Verzerrungen, Vereinfachungen und Profanisierungen erfahren. Insbesondere der Yoga hat herbe Verluste erlitten, wurde vielfach auf Asana reduziert und zum großen Teil seiner spirituellen Dimension beraubt: Yoga erfuhr damit zwar große Breitenwirkung aber nur wenig Tiefenverständnis. Auf diese Weise wurde einem hochwirksamen Instrument viel der heilerischen Macht genommen.

Beide Disziplinen auf wissenschaftlicher Grundlage wieder zu vereinen und wieder zusammenzuführen, sie wie Scherben ein und desselben Spiegels wieder zusammenzusetzen, dies ist das erklärte Ziel von David Frawleys langjähriger Forschungsarbeit. Denn der Ayurveda und sein Analyse- und Begriffsinstrumentarium liefern wertvolle Mittel, um verstehen zu können, warum sich welche Asanas oder Pranayamas auf welche Weise auf das menschliche Körper-Geist-Seele-System auswirken.

Der Erwerb dieses Wissens ist für jede tiefergehende Yogapraxis unerlässlich, denn erst dann lassen sich yogische Mittel gezielt und wirksam therapeutisch einsetzen.


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